E-Plus ist derzeit der einzige deutsche Mobilfunkanbieter, der sein UMTS-Netz noch nicht auf HSDPA und HSUPA aufgerüstet hat, um seinen Kunden schnellere Übertragungsdaten zu ermöglichen.

In einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ meinte der derzeitige Chef von E-Plus, Thorsten Dirks, dass die meisten Mobilfunknutzer keine schnelle Datenverbindung benötigen und wer sein Netz mit großem Aufwand für das schnelle Internet aufrüste liefe Gefahr, die Kosten nicht mehr einspielen zu können. Außerdem sieht er momentan auch kein funktionierendes Geschäftsmodell für das mobile Internet.

Trotzdem wird E-Plus im nächsten Jahr beginnen in einzelnen Regionen das schnelle UMTS-HSDPA-Netz zur Verfügung zu stellen. Für diese Aufrüstung wird E-Plus den größten Teil seiner nächsten Investitionen aufbringen.

Ich denke vor ein paar Jahren hätte man auch geglaubt, dass die jetzigen DSL Übertragungsraten kaum einer wirklich braucht, aber mit der schnelleren Übertragungsrate kommen auch neue Anwendungsbereiche.


Vodafone teilte mit, dass man jetzt in Würzburg auf eine Geschwindigkeit von 7,2Mbit/s zurückgreifen kann. Damit ist Würzburg die erste deutsche Stadt, in der solche Übertragungsgeschwidigkeiten zur Verfügung stehen. Dies wird möglich durch die Aufrüstung von 23 Basisstationen mit der HSDPA-Technik.

Als weitere Stadt hat sich Vodafone Schweinfurt vorgenommen, wo noch in diesem Jahr ein Download von 7,2Mbit/s möglich sein soll.

In Zukunft sollen weitere Gebiete folgen, aber dabei der Schwerpunkt nicht nur auf Ballungsgebiete liegen, sondern auch auf kleineren Gemeinden, deren Breitbandnetz bisher noch unterversorgt ist.



UMTS-Tarife vergleichen